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Energienews


10.08.2015

Rückgang beim Kohleverbrauch, Anstieg bei Erdgas und Erneuerbaren

Die gegenüber dem außergewöhnlich milden Vorjahr deutlich kühlere Witterung sorgt für einen spürbaren Anstieg beim Energieverbrauch in Deutschland.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lag der Verbrauch nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) knapp 3 % über dem Vorjahreszeitraum. Die AG Energiebilanzen geht davon aus, dass der konjunkturelle Einfluss auf den Energieverbrauch insgesamt niedrig war, da sich der Verbrauch nach rechnerischer Bereinigung des Temperatureinflusses kaum verändert hat.

Insgesamt erreichte der Energieverbrauch in der ersten Jahreshälfte 2015 eine Höhe von 6720 Petajoule. Ohne den verbrauchssteigernden Einfluss der Witterung dürften nach Einschätzung der AG Energiebilanzen die CO2-Emissionen im ersten Halbjahr sogar leicht gesunken sein.

Der Mineralölverbrauch lag im 1. Halbjahr nur geringfügig über dem Vorjahreszeitraum. Während die Nachfrage nach Otto- und Flugkraftstoff jeweils um etwa 2 % sank, gab es beim Dieselkraftstoff ein Plus von 1 %. Der Absatz von leichtem Heizöl und Rohbenzin stagnierte.

Der Erdgasverbrauch verzeichnete ein Plus von knapp 14 %. Hauptursache des Verbrauchsanstiegs war die im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres kühlere Witterung. Erhöht haben sich sowohl der Einsatz von Erdgas zur Wärmeerzeugung wie auch der in Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozessen.

Der Verbrauch an Steinkohle sank um 3 %. Infolge des weiteren Zubaus von Windkraftanlagen sowie günstigen Windverhältnissen wurde die Stromerzeugung aus Steinkohle gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 4 % eingeschränkt. In der inländischen Stahlindustrie kam es infolge höherer Importe von Stahl zu einem Rückgang des Koks- und Kohlenbedarfs um rund 1 %.

Der Verbrauch an Braunkohle verringerte sich um knapp 3 %. Die Stromerzeugung der inländischen Braunkohlenkraftwerke, die rund 90 % der Gesamtförderung aufnehmen, sank in ähnlicher Größenordnung.

Bei der Kernenergie gab es ein leichtes Plus von 2,3 %.

Die erneuerbaren Energien erhöhten ihren Beitrag um knapp 8 %. Die Entwicklung bei den einzelnen Energieträgern spiegelt die starke Abhängigkeit von den jeweiligen Witterungsverhältnissen wider. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft profitierte von hohen Niederschlägen und konnte ihren Beitrag um ein knappes Fünftel steigern. Außergewöhnlich gute Windverhältnisse sorgten für eine Steigerung der Windstromerzeugung an Land und auf See um 40 %. Der Beitrag der Solarenergie (Photovoltaik und Solarthermie) lag dagegen stabil auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.




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